The Bear

Der Bär – warum eigentlich?
Weil der Bär ein Tier, ein Wesen ist, den wir – von Edmund Stoiber einmal abgesehen – immer hochhalten. Teddybär, Schießbudenbär, Balu der Bär.
Der Bär, der sich und seine mit seiner unbändigen Kraft beschützt und verteidigt. Der seine Beute mit wenigen Hieben erlegen kann und gleichzeitig dem Süßen sehr zugetan ist – schmerzunempfindlich.
Dieser profanen Zuschreibung durch mich möchte ich den Text aus dem wunderbaren Buch von Regula Meyer «tierisch gut» hinzusetzen – ich kann es jedem, der sich von schönen Bildern, Botschaften und Sichtweisen inspirieren lässt, nur ans Herz legen – deswegen wird man weder zu Träumer noch zum Esoteriker.

Bär, Braunbär
> (Auszug aus «Tierisch gut – die Symbolsprache der Tiere» von Regula Meyer)
Er steht für: Herkunft, Ursprung
__BESCHREIBUNG__
Der Bär, ein furchtloses‚ majestätisches Tier, das Fahnen und Wappen schmücken darf‚ war ursprünglich in ganz Europa beheimatet. Er wurde in unserem Lebensraum aber vom Menschen ausgerottet. Und doch hat der Bär beinahe in jedem Kinderzimmer als Teddybär Eingang gefunden. Durch vereinzelte Zuwanderung und Wiederansiedlung kann dieses kratvolle Tier in abgelegenen Regionen und Bergwäldern der Alpen eine Heimat in Anspruch nehmen. Einzelne Populationen sind in den Pyrenäen, im spanischen Kantabrien‚ in den
österreichischen Alpen und im italienischen Apennin anzutreffen. Wesentlich häufiger findet man Bären im Norden und Osten Europas.
Meister Petz ist ein Allesfresser‚ der sowohl von Fleisch als auch von einer reichhaltigen Pflanzenkost lebt. Er ist ein scheuer Einzelgänger. der Begegnungen mit den Menschen weitgehend aus dem Weg geht. Im Winter ziehen sich die Bären in Höhlen zurück, wo sie Winterruhe halten. Dort bringt die Bärin meist zwei Junge zur Welt.
Von Frühjahr bis Herbst sind die Bären stets hungrig und auf Nahrungssuche. Einer seiner größten Leckerbissen ist der Bienenhonig. Gelegentlich schlägt er auch Großsäuger wie Rehwild oder Schafe und und kann damit Schaden anrichten. Auch wenn Sie oft als furchteinflössend dargestellt werden, Bären sind eigentlich scheu und ergreifen, schon lange bevor Menschen sie sehen können, die Flucht.

__BOTSCHAFT__
Es ist kaum anzunehmen‚ dass Ihnen ein Bär in der freien Wildbahn begegnet ist und trotzdem möchte ich den Bären in diesem Buch deuten. Die Botschaft des Bären ist für den modernen Menschen eine Erinnerung an Wurzeln, nach denen er sich wieder zu sehnen beginnt, die aber beinahe verloren gingen. Der Bär ist die Verbindung zu unseren Urwurzeln. Er erinnert uns an unsere irdische Herkunft, er zeigt uns den Weg durchs menschliche Leben und verbindet uns mit unserer menschlichen Bestimmung. Steinaltäre mit großen Mengen von Bärenknochen, welche in Höhlen gefunden wurden, zeigen, dass der Mensch in seiner Urgeschichte den Bären verehrt hat. Obwohl wir moderne Menschen dieses herrliche Tier mit Präzision aus unseren Wäldern entfernten‚ haben wir ihn in Form von Plüschtieren in den Kinderzimmern unserer Nachkommen belassen. Es ist, als ob wir die Verbindung zu unseren Wurzeln doch nicht ganz abbrechen wollten. Langsam versöhnt sich auch die moderne Zivilisation wieder mit dem Gedanken, dass der Bär zumindest in die einsameren Gebiete heimkehren darf.
Wenn Sie der Bär in irgendeiner Form „berührt“ hat, möchte er Sie an Ihre Wurzeln erinnern. Dabei sind nicht die seelischen, karmischen Wurzeln gemeint, sondern die menschlichen, genetischen. Haben Sie den Mut nach der Süße Ihrer irdischen Wahrheit zu suchen, nach den Leckerbissen Ihres Daseins, genau wie der Bär den Mut hat, den Honig wilder Bienen aufzuspüren und zu stehlen. Die Seele des Menschen sucht sich zu Beginn jedes Lebens eine passende Familie, welche in ihrer Genetik dem Thema des gewählten neuen Lebens entspricht.
Die Hürden des Lebens, welche diese einzelnen Familienmitglieder des gewählten Familienstammes bearbeiten, passen haargenau zu der Erfahrung und gewünschten Entwicklung, welche ein Mensch in seinem neuen Leben zu machen beabsichtigt. Aus diesen genetisch übertragbaren Ängsten, Mustern, Erfahrungen, Problemen und Dramen holt sich das neue Leben den Boden für die eigene individuelle Entwicklung. Und nur dank diesem genetischen Boten ist Leben und Entwicklung, Wachsen und Werden auf Erden überhaupt möglich. Genauso, wie wir den Bären auf unseren Wäldern vertrieben haben, versuchen wir, uns von den Ahnen und ihren Erfahrungen zu distanzieren und zu befreien. Der Mensch muss lernen, mit den Gesetzen der Natur zu leben und auch den inneren und äußeren Raubtieren ihren Platz zuzugestehen. Mit Rückkehr des Bären wird auch eine neue Achtung und Respekt vor unseren Vorfahren ins Bewusstsein der Menschen einkehren.
Ist der Bär also ein Tier, welches Sie berührt, kehren Sie mutig und bewusst zu den starken und schwachen Ausdrücken Ihrer eigenen menschlichen Wurzeln zurück. Tauchen Sie wieder ein ins natürliche Bewusstsein des menschlichen Daseins. Lassen Sie Instinkt, Intuition, Neugierde und Lebenskraft zu den Werkzeugen werden, die Ihren Hunger nach Leben lenken und die Sie immer neue Freuden empfinden und Erfahrungen machen lassen. Und achten Sie darauf, wann es Zeit wird, in die tiefe, innere Dunkelheit zu sinken, um von den gemachten Erfahrungen in Stille und Ruhe zu zehren. Es sind die Phasen der Verarbeitung, des Verdauens. Eine Zeit, die Ihnen durch die Beobachtung des eigenen Ich geschenkt wird, um Themen und Prozesse zu beenden und zu erlösen. Und ot wird Neues dabei ganz geheim und unscheinbar geboren. Auch in Ihrem Leben wird der Zeitpunkt wiederkommen, wo ein neuer Erfahrungshunger Sie aus Ihrem Innern zwingt und Sie werden dann erkennen, welche Kräfte Sie durch Ihren neuen Bärensommer begleiten werden.